Begriffserklärung

 

Devastierung

Unter Devastierung (eingedeutscht vom englischen "Devastation") wird im Allgemeinen die Zerstörung oder Verwüstung von Landschaften, Ortschaften oder einzelnen Bauwerken verstanden.

 

Abgebaggert

Ortschaften werden als abgebaggert bezeichnet, wenn sich ein Tagebau, z. B. Braunkohle, auf besiedeltes Gebiet ausgedehnt hat und daher Ansiedlungen aufgegeben werden mussten.

 

Überbaggert

Von einer Überbaggerung wird gesprochen, wenn über der ehemaligen Ortslage Abraumhalden entstehen. Beispiel: die Sophienhöhe über der ehemaligen Ortslage Lich-Steinstraß (Tagebau Hambach).

 

Tagebau

Tagebau ist eine Methode des Bergbaus, hier wird der Abbau von mineralischen Rohstoffen betrieben, ohne dass unterirdische Schächte und Stollen gebaut werden müssen. Tagebau eignet sich vor allem für den Abbau von Rohstoffen, die relativ dicht unter der Erdoberfläche lagern (Torf, Braunkohle, Kies, Sand, Gesteine) oder anderweitig zu Tage getreten sind.

 

Rekultivierung

Unter Rekultivierung versteht man die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere auf so genannten devastierten Flächen, wie sie z.B. vom Tagebau hinterlassen werden. Auch alte Deponieflächen, Straßen oder bebaute Gelände können rekultiviert werden. Wichtig ist dabei vor allem die Entsiegelung des Bodens, also die Rückgängigmachung der Flächenversiegelung. Die größten Schwierigkeiten liegen darin, dass die zu rekultivierenden Böden in der Regel stark verdichtet und oft mit Chemikalien, Schwermetallen oder Öl verseucht sind.