Altliebel
Ersterwähnungen der Ortschaften Altliebels (sorbisch Stary Lubolń) gehen auf die Jahre 1590 (Neuliebel) und 1617 (Nappatsch) zurück.
Rittergüter gab es in Altliebel ab 1635, in Nappatsch ab 1644 und in Neuliebel ab 1663.
Die Land-, Forst- und Fischwirtschaft gehörten zum Haupterwerb der überwiegend sorbischen Bevölkerung.
Diese war evangelisch-lutherisch geprägt und gehörte dem Kirchspiel Daubitz an, bis Altliebel im Jahr 1857 dem Kirchspiel Reichwalde zugeordnet wurde.
Neuliebel verblieb bis 1956 beim Kirchspiel Daubitz und gehört seitdem zum Kirchspiel Rietschen.
Mit der Erklärung der Gemeinde Viereichen zum Braunkohleschutzgebiet wurde auch Altliebel stark beeinträchtigt.
Nach der Wende konnten Bürgerproteste und Verhandlungen zwar erreichen, dass ein Teil der Gemeinde Viereichen nicht für den Tagebau Reichwalde devastiert wird, jedoch musste unter anderem das Dorf Altliebel selbst aufgegeben werden.
Nappatsch blieb erhalten und wurde in Altliebel umbenannt.
Foto des Ortes Altliebel

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