Crostewitz
Crostewitz war ein ehemaliges Gassendorf, mit zeilenförmigem Häuslerabbau in gewannähnliche Block- und Streifenflur.
1551 gab es in Crostewitz 27 "besessene(r) Mann" und 20 Inwohner.
1764 waren es 9 "besessene(r) Mann", 26 Häusler und 5½ Hufen je 14 Acker.
Crostewitz hatte einst ein Rittergut, welches von 1725 bis 1834, der in den Adelsstand versetzten Familie von Hohenthal gehörte, dessen Stammvater der Leipziger Kaufmann Peter Hohmann war.
Von ca. 1845 bis 1945 gehörte das Rittergut der Familie Fiedler, die während dieser Zeit ein schöngeistiges Zentrum entwickelten, indem Künstler aller Genres verkehrten.
1923 wurde Crostewitz nach Cröbern eingemeindet.
1945 wurde das Rittergut enteignet und das Herrenhaus abgerissen und die Steine, als Baumaterial, an Neubauern vergeben.
Zwischen 1967-1972 wurde Crostewitz wegen des Braunkohlentagebau Espenhain aufgelöst.
Die Gemarkung Cröbern-Crostewitz ist 1972 der Gemarkung Wachau, einem heutigen Ortsteil von Markkleeberg zugeschlagen worden.
Foto des ortes Crostewitz




