Fortuna
Fortuna war ein Ortsteil der Stadt Bergheim im heutigen Rhein-Erft-Kreis (ehemals Erftkreis), der Mitte der 1980er Jahre dem Braunkohlenbergbau zum Opfer fiel.
Gegründet wurde die Kolonie Fortuna 1899 unweit der Brikettfabrik Fortuna nahe der Ortslage von Oberaußem. Aufgrund des aufstrebenden Braunkohleabbaus im Rheinland benötigten die Arbeiter und deren Familien Wohnraum. Nach und nach entwickelte sich aus der Arbeitersiedlung ein Ort mit entsprechender Infrastruktur. Durch den Ausbau der Brikettfabrik und ab 1910 auch des Kraftwerks Fortuna zogen immer mehr Menschen in den Ort. Eine Schule entstand und in den 1920er Jahren entstand die katholische Kirche, die der heiligen Barbara geweiht war.
In Zeiten des Wirtschaftswunders lebten fast 2.000 Menschen im Ort.
Verwaltungsmäßig gehörte der Ort zur damaligen Gemeinde Oberaußem-Fortuna. Beide Orte wurden 1975 durch das Köln-Gesetz Teil der Stadt Bergheim.
In den 1970er Jahren begannen die Umsiedlungsmaßnahmen im Zuge der Aufschlussarbeiten für den Tagebau Bergheim. Die meisten "Fortunesen" zogen in Werkswohnungen in den umliegenden Orten oder bauten in Oberaußem neu.
Ebenfalls dem Bergbau zum Opfer fiel auch das Kraftwerk Fortuna. 1989 begannen die Abrissarbeiten.
An den früheren Ort erinnert an der Vinzentiuskirche in Oberaußem der abgetragene Kirchturm der Barbarakirche sowie die Barbara-Kapelle am Ernst-Reuter-Ring, die auf private Initiative des heutigen Ortsvorstehers von Oberaußem, Willi Weck, errichtet wurde. Viele Fortunesen fanden ihre neue Heimat in unmittelbarer Nähe der Kapelle.
Quelle: wikipedia
Foto des ortes Fortuna

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