Kloster Bethlehem
Der Förster Jakob Crämer
baute, nach einer Vision, zwischen 1509 und 1520 eine Holzkapelle im späteren Bethlehemer Wald, die ab 1608 durch einen Ziegelsteinbau ersetzt wurde.
1637 besaßen die Franziskaner bei der Kapelle im Wald eine Unterkunft und erhielten 1639 die Erlaubnis, eine Niederlassung im Wald zu gründen.
1648 begann der Bau des Klosters und wurde 1663 fertiggestellt.
Bereits 1655 waren die Franziskaner in den neuerrichteten Klosterbau Bethlehem einzogen.
Kloster Bethlehem entwickelt sich im 17. und 18. Jahrhundert zu einem bedeutenden Wallfahrtszentrum.
Im 18 Jahrhundert kamen jährlich zwischen 10 000 und 40 000 Pilger.
1720 wurde ein neuer Klostertrakt gebaut und 1791 fanden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen statt.
1803 sollte der Besitz des Klosters durch die französischen Behörden versteigert werden.
1806 wurde das Kloster dann auf Abbruch verkauft, wodurch der Bau, mit Ausnahme des Traktes von 1720, niedergelegt wurde.
1899 kauften die Barmherzigen Schwestern von der heiligen Elisabeth zu Essen die Reste des Klosters um dort ein Haushaltspensionat und Erholungsheim einzurichten.
1967 dann der endgültige Abbruch aller Klostergebäude und Einrichtungen für den Braunkohleabbau.
Der rund um das Kloster gelegene alte Bethlehemer Wald fiel dann Mitte der 80er Jahre, ebenso wie der Ort Fortuna, dem Tagebau Bergheim zum Opfer.
Foto des Kloster Bethlehem

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