Mocholz (Mochholz)
Der deutsche Ortsname Mocholz (sorbisch Mochowc), der über die Jahrhunderte nur wenig variierte, leitet sich vom sorbischen ab, der auf moch (‚Moos‘) zurückzuführen ist.
Das Gassendorf wurde 1597 in Zusammenhang mit der Standesherrschaft Muskau als „Muchholcz“ erwähnt. Zu dieser Zeit war Mocholz ein Eisenhammer der Standesherrschaft, der Mitte des 17. Jahrhunderts in ein Vorwerk umgewandelt wurde.
1630 hatte Mocholz 1 "besessene(r) Mann", 2 Gärtner, 10 Häusler.
1777 waren es 2 Gärtner und 13 Häusler.
Fürst Pückler verkaufte Mocholz im Jahr 1811 aus Geldmangel, kaufte es jedoch um 1829 wieder.
Muka, ein sorbischer Schriftsteller, zählte 1884 unter den 140 Einwohnern 133 Sorben.
1858 wurde Mocholz von Daubitz nach Reichwalde umgepfarrt, da es in Daubitz keinen sorbischen Gottesdienst mehr gab. In Reichwalde fand dieser immer nach dem deutschen statt.
Am 1. April 1938 wurde Mocholz nach Viereichen eingemeindet.
Ab 1993 wurde Mocholz für den Tagebau Reichwalde devastiert, die Gemeinde Viereichen schloss sich im Folgejahr mit Daubitz, Rietschen und Teicha zur Gemeinde Rietschen zusammen.
Foto des Ortes Mocholz

Aufgenommen im November 1993
Foto mit freundlicher Genehmigung von Jörg Hentschel
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