Otzenrath
Unter dem Namen "Osrotha" wurde das Dorf erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Politisch gehörte Otzenrath seit dem Mittelalter zum Amt Grevenbroich im Herzogtum Jülich.
Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges fielen 1642 hessische Truppen ein und brannten 16 Häuser nieder. Nach dem Krieg wohnten in Otzenrath noch 54 Familien.
1794 wurde der Ort von französischen Revolutionstruppen besetzt. Otzenrath kam an die Mairie Neukirch im Kanton Odenkirchen im Arrondissement Krefeld im Département de la Roer. 1815 kam Otzenrath an das Königreich Preußen und ein Jahr später an den Kreis Grevenbroich und an die Bürgermeisterei Neukirchen, die 1873 in Bürgermeisterei Hochneukirchen umbenannt wurden. 1929 kam der Ort an den Kreis Grevenbroich-Neuß. Seit dem 1. Januar 1975 ist Otzenrath ein Teil der Gemeinde Jüchen.
Das bereits vollständig devastierte Alt-Otzenrath grenzte im Norden an Alt-Holz, im Osten an Alt-Garzweiler im Süden an die Dörfer Alt-Spenrath und Pesch, sowie im Westen an Borschemich. Alle Nachbarorte von Alt-Otzenrath befinden sich ebenfalls im zukünftigen Abbaugebiet des Tagebau Garzweiler und werden somit alle ebenfalls umgesiedelt und abgerissen.
Die Köhm floss aus Richtung Alt-Garzweiler nördlich am Rand von Alt-Otzenrath vorbei in Richtung Borschemich zur späteren Mündung in die Niers.
Quelle: wikipedia
Foto des ortes Otzenrath

Blick auf Alt-Otzenrath mit Abraumbagger am Dorfrand Ende 2006



