Tzschelln

 

Tzschelln (sorbisch Čellno) lag früher südlich des Stadtgebiets von Weißwasser in der Oberlausitz.
Es war ein Platzdorf in Block- und Streifenflur.
Die Kirche zu Tzschelln, die ab 1495 nachweisbar ist, war bis 1588 eine Filialkirche von Schleife und seit 1627 eine Filialkirche der Nochtener Kirche.
Tzschelln zinste vermutlich den Herren von Pannewitz.
Fabian von Schönaich erwarb zwischen 1551 und 1573 die Ländereien um Tzschelln, Mulkwitz und Mühlrose von den Pannewitzern.
1630 hatte Tzschelln 14 "besessene(r) Mann" und 10 Häusler.
1777 waren es 7 "besessene(r) Mann", 7 Häusler und 5 Wüstungen.
1904 wurde in den Wäldern zwischen Tzschelln und Neustadt, vom Privatförster Bremer aus Weißkollm, der letzte Wolf in Deutschland zur Strecke gebracht.
1936 wurde Tzschelln in Nelkenberg umbenannt aber seit 1947 hieß der Ort wieder Tzschelln.
1977 wurde das Dorf Tzschelln nach Weißwasser eingemeindet.
1979 wurde Tzschelln wegen des Braunkohlentagebau Nochten umgesiedelt und anschließend komplett devastiert.

Foto des Ortes Tzschelln

Ort Tzschelln

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