Zöbigker
Zöbigker, ein Mehrgassendorf in
Block-, Streifen- und Gewannflur, wurde erstmalig 1378 nachweisbar erwähnt.
1551 besaß Zöbigker 24 "besessene(r) Mann", 19 Inwohner und 1764 waren es 22 "besessene(r) Mann", 5 Häusler und 11 1/3 Hufen je 12 Acker.
Besonders geprägt wurde der Ort nachdem die Familie Kees das ehemalige Gut erworben hatte.
Von 1692 bis 1705 hatte Oberpostmeister Johann Jakob Kees "der Ältere" die sächsische Post mit Unterbrechungen gepachtet bevor Johann Jakob Kees "der Jüngere" die Post 1712 wieder in Staatshand zurückgab um, mit der Entschädigung durch August den Starken, den Erwerb Zöbigkers zufinanzieren.
Johann Jakob Kees "der Jüngere" ließ, unter Beratung von David Schatz, das Herrenhaus, die Mühle und andere Gebäude im Ort im Stil des Leipziger Barock aufführen.
1926 wurde Prödel eingemeindet, um dann 1937 nach Markkleeberg eingemeindet zu werden.
1971-1972 wurde der Ort wegen des Braunkohlentagebau Zwenkau aufgelöst.
Während das, als Schloss bezeichnete, Herrenhaus durch aufwändige Sicherungsmaßnahmen gerettet werden konnte, fielen der dazugehörige Park und die Mühle dem Tagebau zum Opfer.
Heute liegt der Markkleeberger Ortsteil direkt am Ostufer des Cospudener Sees
Foto des ortes Zöbigker




