Rekultivierung

 

Besonders im Berg- und Tagebau werden Natur- und Kulturflächen zerstört. Bergbaugesellschaften müssen die Flächen rekultivieren bzw. wiederherstellen.

Oft geht jedoch nicht nur die bergbauliche Nutzung mit einem Rückgang ökologischer Vielfalt einher, sondern auch die spätere Rekultivierung bzw. Renaturierung, da sich u.a. in Steinbrüchen oder Tagebaurestlöchern über Jahre Biotope gebildet haben können, die denen vor der Nutzung hinsichtlich Artenreichtum nicht nachstehen oder sie sogar übertreffen.
Daher ist die bloße Wiederherstellung bergbaulich genutzter Flächen oft zu eng gefasst, zumal die beim Betrieb oft erforderliche Absenkung des Grundwasserspiegels weit größere Landschafts- und Kulturflächen nachhaltig verändert.

 

Revitalisierungsstrategie

Nach Beendigung der Bergbautätigkeiten schreiben die jeweiligen nationalen Gesetze die Beseitigung der vorgenommenen Eingriffe bzw. das Durchführen von Kompensationsmaßnahmen für erfolgte Devastierungen vor. Allerdings weichen die dafür vorgegebenen gesetzlichen Rahmenvorgaben selbst in westlichen Ländern teilweise stark voneinander ab, so dass sich eine verallgemeinerbare Revitalisierungsstrategie zur Wiederherstellung devastierter Landschaften nicht bestimmen lässt.

In Deutschland erfolgt die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaften des Braunkohlen- und auch Uranerzbergbaus im engen Zusammenspiel von bergbaulicher Planung und Regionalplanung. Ziel ist dabei die Schaffung ökologisch stabiler und vielfältig nutzbarer Landschaft als Voraussetzung für die sozialverträgliche und wirtschaftliche Umstrukturierung der bislang meist einseitig auf den Bergbau und seine Folgeindustrien ausgerichteten Region. Vor allem an die in den Braunkohlerevieren entstehenden Seenlandschaften wie das Leipziger Neuseenland knüpfen regionale Entscheidungsträger Hoffnungen im Hinblick auf touristische Nachnutzungen.

Auch in den Ländern des ehemaligen Ostblock sind mittlerweile beachtliche Erfolge bei der Wiederherstellung von bergbaulich devastierten Flächen zu verzeichnen. Allerdings gibt es auch hier, ebenso wie in Ländern der Dritten Welt noch Bergbaufolgelandschaften, die aufgrund von Rechtslücken und fehlenden finanziellen Möglichkeiten wüst liegen bleiben und sich selbst überlassen werden.