Tagebau Borna-West

 

Mitte der 60er Jahre wurde der Tagebau Borna-West stillgelegt. Als Kernstück eines Stauanlagensystems zur Brauchwasserversorgung und zum Hochwasserschutz im Pleiße-Einzugsgebiet wurde, in der Abbauhohlform, der Speicher Borna hergestellt und 1979 in Betrieb genommen.
Das heutige Rückhaltebecken, genannt ADRIA, und die nähere Umgebung waren einst von den Orten Blumroda, Hartmannsdorf, Görnitz und Altdeutzen besiedelt. Seit 1979 besteht dieses Tagebaurestloch in seiner jetzigen Größe – es ist ein 2,5 km2 großes, mit Grundwasser gefülltes Areal.

 

Tagebau Borna-West

Borna-West
Speicher Borna („Adria“)
(Foto: Regionaler Planungsverband Westsachsen)

 

Infos

Blumroda war der erste Ort, der von den vier Dörfern dem Tagebau weichen mußte. Blumroda besteht heute nur noch aus einem Gedenkstein.
Im Jahr 1964/1965 wurde der alte Ortskern von Deutzen durch den Braunkohletagebau zerstört. Das heutige Deutzen wurde auf ausgekohltem Gelände des Tagebaus Kraft II errichtet.

 

Betroffene Orte

* Blumroda - überbaggert 1952/57
* Hartmannsdorf - Ortsteil von Görnitz seit 1948, teilweise überbaggert 1957/60
* Görnitz - überbaggert 1961/63
* Altdeutzen - Devastierung der alten Ortslage 1961/63