Tagebau Cospuden

 

Der Tagebau Cospuden gehörte zum Leipzig-Bornaer Revier
Aus dem Tagebau Cospuden wurde ab 1981 durch Nordschwenkung des Tagebaus Zwenkau Braunkohle gefördert.
Die Förderleistung des Tagebaus war gemessen an der enormen Umweltzerstörung gering, weshalb sich nach der politischen Wende 1989/90 breiter Widerstand gegen eine Fortführung der Braunkohleförderung formierte.

 

Tagebau Cospuden

Tagebau-Cospuden
Cospudener See von Norden im Jahr 2000
(Foto: www.neue-harth.de)

 

Infos

Außer der Siedlung Cospuden, die 1974 dem Abriss aufgrund des voranschreitenden Braunkohlentagebaus zum Opfer fiel, verschwanden das Gut Lauer, das Auenschutzgebiet Bistum und Oberes Holz und Abschnitte der Batschke von der Landkarte.
Am 11. Januar 1990 wurde die Bürgerinitiative "Stoppt Cospuden" gegründet, die am 18. März 1990 einen Sternmarsch zum Tagebau organisierte. An ihm nahmen über 10.000 Menschen teil. Infolgedessen wurde am 20. April 1990 der Regelbetrieb des Tagebaus eingestellt.
Das Tagebaurestloch wurde zwischen 1993 und 2000 mit Wasser aus den Tagebauen Zwenkau und Profen geflutet. Im Jahre 2000 wurde der See dann feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Der so entstandene Cospudener See zählt heute zu den attraktivsten Naherholungsgebieten Leipzigs.

 

Betroffene Orte

* Cospuden, Gemarkung Cospuden, Gemeinde Markkleeberg – ehem. OT von Markkleeberg – 1980 devastiert, jetzt im Cospudener See
* Lauer, Gemarkung Lauer, Gemeinde Leipzig – 1973 bis 1986 umgesiedelt und überbaggert, jetzt im Cospudener See