Tagebau Culmitzsch

 

1948 fanden erste Erkundung von Uranerzvorkommen auf ostthüringischem Gebiet statt.
In dem nur noch zum Teil stehenden Ort Sorge-Settendorf begann 1949 der Abbau von Uran und im selben Jahr wurde der Tagebau Trünzig-Katzendorf, zwischen Sorge-Settendorf im Süden und Culmitzsch, eröffnet.
1954 begann der Abbau von Uranerz in Gauern nördlich von Wolfersdorf (Tagebau Gauern).
In der Region nördlich von Culmitzsch und südlich von Wolfersdorf begann der Abbau 1955 (Tagebau Culmitzsch).
Der Tagebau Culmitzsch war geteilt in Culmitzsch/Süd und Culmitzsch/Nord. Culmitzsch Nord ist in der Bevölkerung als Tagebau Mücke bekannt.

 

Tagebau Culmitzsch

Tagebau-Culmitzsch
Die Absetzanlage Culmitzsch im Zustand vom Frühjahr 2004
(Foto: www.wismut.de)

 

Infos

Culmitzsch war die viertgrößte Uranlagerstätte, welche durch die Wismut erkundet und abgebaut wurde.
Die Produktion von Uran erfolgte aus den drei Teillagerstätten Sorge/Trünzig-Katzendorf (1952 bis 1957), Gauern (1954 bis 1957) und Culmitzsch (1955 bis 1967). Insgesamt wurde fast 12000t Uran aus den, als komplett abgebaut geltenten, Teillagerstätten gelöscht.
Nach Ende der Uranförderung wurden die Tagebaue Trünzig und Culmitzsch als Schlammteiche für die Tailings der Aufbereitungsanlage Seelingstädt verwendet.
Den südlich des ehemaligen Tagebaues Culmitzsch gelegenen Ort Culmitzsch gibt es aufgrund der Nachnutzung der Tagebaurestlöcher nicht mehr. Teile von Sorge-Settendorf und etwa 2/3 von Gauern mussten dem Uranbergbau weichen. Katzendorf wurde komplett abgebaggert.

 

Betroffene Orte

* Culmitzsch - 1968/69 ausgesiedelt
* Katzendorf - 1952 abgebaggert
* Sorge-Settendorf - 1950 geräumt
* Gauern - 1953 - 1958 Abriss von etwa 2/3 des Ortes