Tagebau Delitzsch-Südwest/Breitenfeld

 

Die Kohleförderung des Tagebaus Delitzsch-Südwest begann bereits 1980, die des Breitenfelder Tagebaus erst 1986. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre erreichte die Braunkohlenindustrie dann ihren Höhepunkt.
Durch die Grundwasserspiegelsenkung entstanden massive ökologische Schäden im südlichen Gemeindegebiet.

 

Tagebau Delitzsch-Südwest/Breitenfeld

Tagebau-Delitzsch-Südwest/Breitenfeld
Der Schladitzer See ist ein so genannter Tagebaurestsee im Nordraum Leipzig, der aus dem ehemaligen Tagebau Breitenfeld hervorgegangen ist.
(Foto: wikipedia)

 

Infos

Der Erschließung fiel 1986 der Ort Lössen zum Opfer und mit ihr die 800 Jahre alte Buschkirche, welche ursprünglich zur Wüstung Buschenau (Wehrkirche) gehörte und auf freiem Feld stand.
Letztlich wurde die Gemeinde Schladitz 1989–1991 unnötigerweise geräumt und abgerissen. Dazu kam noch die Geräuschbelästigung der nahen Orte Lissa, Kyhna und Quering.
Nach der Wiedervereinigung 1990 wird der Braunkohletagebau eingestellt. Die Umweltbedingungen werden angenehmer.

 

Betroffene Orte

* Grabschütz – Ort südlich von Delitzsch – 1985 umgesiedelt
* Kattersnaundorf – Ort südlich von Delitzsch – 1981 umgesiedelt
* Kömmlitz – Ort südlich von Delitzsch – 1988 devastiert – wegen Schließung des Tagebaues nicht mehr abgebaggert
* Lössen – Ort südlich von Delitzsch – 1988 devastiert – wegen Schließung des Tagebaues nicht mehr abgebaggert
* Schladitz – Ort südlich von Delitzsch – 1990 devastiert – wegen Schließung des Tagebaues nicht mehr abgebaggert, als Neu-Schladitz bei Rackwitz wieder aufgebaut
* Werbelin – Ort südlich von Delitzsch – 1992 trotz massiver Proteste devastiert und abgebaggert
* Wolteritz – Ort südlich von Delitzsch – Ortsverlegung und Devastierung vorgesehen – wegen Schließung des Tagebaues nicht mehr umgesetzt