Tagebau Nachterstedt/Schadeleben

 

1828 wurde in der Gegend um Aschersleben Braunkohle entdeckt. Ursprünglich noch Untertage, wurde ab 1856 im Tagebaubetrieb die Kohle abgebaut.

Das Revier Nachterstedt war um die Jahrhundertwende die größte Braunkohlengrube Preußens. 1888 wurde eine Brikettfabrik gebaut und 1914 folgte ein Kraftwerk.

1991 endete eine 150jährige Bergbautradition, es wurde die Kohleförderung im Tagebau Nachterstedtl/Schadeleben eingestellt und es begann der Sanierungsprozess.

 

Tagebau Nachterstedt/Schadeleben

Tagebau-Nachterstedt/Schadeleben

 

Infos

Mit dem Einsturz der Tiefbauhohlräume 1920, endete der Ascherslebener Braunkohlenbergbau und es entstand der heutige Ascherslebener See.

Da wo einst das Dorf Nachterstedt stand, liegt jetzt das Naherholungsgebiet Seeland. Der Concordiasee eigentlich seit 2002 als Badesee freigegeben, ist bis dato aufgrund des Erdrutsches 2009 weiterhin gesperrt, da mehrere Uferbereiche abrutschen könnten.

Am 18. Juli 2009 brach ein etwa 350 Meter breiter Landstreifen ab, wobei drei Menschen verschüttet und für verschollen erklärt wurden.

Erdrutsch-Drama in Nachterstedt

 

Betroffene Orte

* Nachterstedt – ab 1928 allmählich devastiert
* Königsaue – ab 1964 Umsiedlung und anschließend devastiert